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Konsiliardienste

In enger Kooperation mit dem Medizinischen Zentrum StädteRegion Aachen (www.mz-ac.de) führen wir neuropsychologische Diagnostik und Therapie in den Betriebsteilen Bardenberg und Marienhöhe durch. Außerdem werden Konsiliardienste für das Bethlehem Krankenhaus in Stolberg bearbeitet.

Seit November 2011 führen wir in Zusammenarbeit mit der Kinderarztpraxis Drs. Balz-Herrmann/Franke Intelligenz- und Aufmerksamkeitstestung bei Kindern mit Verdacht auf ADHS durch

Demenzfrüherkennung:

In den Hausarztpraxen finden sich häufig sogenannte Kurztests (z.B. Minimental Status Test MMST). Wie der Name Kurztest schon verrät dauern diese meist nur 15 Minuten. Diese Tests sind leider nicht dazu geeignet Demenzen in einem sehr frühen Stadium zu erkennen. Um komplexe kognitive Leistungen wie Lernfähigkeit und Langzeitgedächtnis oder aber Daueraufmerksamkeit untersuchen zu können bedarf es viel mehr Zeit. Eine vernünftige Demenzfrüherkennungsdiagnostik sollte mindestens 3 Stunden umfassen und die Bereiche Gedächtnis (Lernfähigkeit, Kurz- und Langzeitgedächtnis (verbal und nonverbal)), Aufmerksamkeit (Alertness, selektive und geteilte Aufmerksamkeit usw.), aber auch Intelligenzleistungen (Planen, Problemlösen, Wortflüssigkeit usw.) sowie Wortfindung einschließen. Differenzialdiagnostisch ist es außerdem wichtig Angststörungen oder Depressionen ausschließen zu können. Aber warum schon frühzeitig Diagnostik betreiben? Häufig höre ich von Patienten: „Wenn es so ist kann, ich ja doch nichts daran tun?“. Das stimmt nicht ganz. Es gibt Medikamente (Antidementiva), die den derzeitigen kognitiven Zustand für 1-2 Jahre konservieren und das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen können. D.h. je früher wir eine Demenz erkennen, desto mehr Lebensqualität kann erhalten werden. Im Anschluss an die erfolgte Diagnostik wird dann ein Profil erstellt, durch das genau eingeordnet werden kann, ob die gezeigten Leistungen altersentsprechend sind oder aber frühe Merkmale einer beginnenden Demenz darstellen.

Therapie

Bei hirngeschädigten Patienten sind meistens nicht alle Systembereiche des Gehirns gleichermaßen betroffen. Die eingeschränkten Leistungsfunktionen können auf Grundlage einer testpsychologischen Diagnostik identifiziert und durch eine neuropsychologische Therapie gezielt behandelt werden können.  Mit Hilfe von wissenschaftlich fundierten Computertrainings können u.a. Störungen der Aufmerksamkeit, des Gedächtnisses, sowie der Planungs- und Problemlösefähigkeit behandelt werden. Bei diesen computergestützten Verfahren ist die Schwierigkeit des Trainings an die individuelle Leistungsfähigkeit der Patienten angepasst. Um Leistungsverbesserungen zu erzielen, ist es von besonderer Bedeutung, dass die neuropsychologische Therapie möglichst schnell nach Erwerb der Hirnschädigung erfolgt.